Fondation Lélo Fiaux

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Die Fondation Lélo Fiaux wurde 1964 nach dem Tod der Schweizer Künstlerin gegründet und 1984 dem Musée Jenisch Vevey angegliedert. Ihr Hauptziel ist es, das Werk von Lélo Fiaux – rund 2 000 Aquarelle, 300 Gemälde sowie Foto- und Manuskriptarchive – zu würdigen und zu bewahren. Sie unterstützt zudem aktiv das künstlerische Schaffen in der Schweiz durch jährliche Ankäufe, die sie dem Museum schenkt, sowie durch einen regelmäßig verliehenen Preis.

Lélo Fiaux (1909–1964), Schülerin von André Lhote in Paris und zunächst mit dem amerikanischen Surrealisten und Fotografen Harry Long verheiratet, widmete ihr gesamtes Leben der Malerei und der Aquarellkunst. Auf ihrer Palette brachte sie die leuchtenden Farben der Länder zum Ausdruck, die sie bereiste: Tahiti, Marokko, Italien usw. Diejenige, die Moravia später als „Hippie ante litteram“ bezeichnen sollte, machte ihre Reisen zum Motor ihrer Kunst. Sie skizzierte Alltagsszenen, die sie in Rom, Paris, Spanien oder Griechenland beobachtete, und fotografierte die zahlreichen Persönlichkeiten, mit denen sie verkehrte (Alberto Moravia, Henriette Grindat usw.).

Als freie Künstlerin und unabhängige Frau ließ sich Lélo Fiaux 1957 in Saint-Saphorin (VD) nieder, wo sich zahlreiche Musiker, Maler, Schriftsteller und Fotografen um ihre außergewöhnliche Persönlichkeit scharten.

 

Vorsitzender : Jean-Luc Marti