Frédéric Cordier. Mechanik der Landschaft

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Frédéric Cordier (*1985), Crust 1, 2024, linogravure sur papier vélin Arches, 1200 × 1600 mm, Musée Jenisch Vevey – Cabinet cantonal des estampes, Collection de l’État de Vaud © Frédéric Cordier

 

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Vom 1 Mai 2026bis 16 August 2026
Vernissage 30 April 2026

 

In seinem Werk setzt sich der kanadisch-schweizerische Künstler Frédéric Cordier (*1985) mit den tiefgreifenden Veränderungen von Landschaften durch menschliche Eingriffe auseinander. Seine als «zeitgenössische Capriccios» konzipierten Panoramen ersetzen romantische Ruinen durch Wolkenkratzer, Infrastrukturen und Industriearchitekturen. In ihrer Monumentalität und zeichnerischen Präzision spiegeln sie eine ebenso kritische wie faszinierte Auseinandersetzung mit dem Einfluss menschlicher Konstruktionen auf die Natur wider.

 

Cordiers grafisches Vokabular – geprägt von geometrischen Formen, regelmäßigen Rastern und binären Schwarz-Weiß-Kontrasten – verweist gleichermaßen auf die Welt der Informatik wie auf mechanische und architektonische Strukturen. Von der digitalen Zeichnung bis zum manuellen Linolschnitt reflektieren seine Arbeiten die fortschreitende Mechanisierung der Welt und stehen zugleich in der traditionsreichen Praxis des Hochdrucks.

 

Diese erste monografische Ausstellung des Künstlers in einer musealen Institution versammelt ein Dutzend großformatiger Drucke, die Landschaften von schwindelerregender Detailfülle entfalten.

 

Eine Ausstellung kuratiert von Margaux Honnegger, stellvertretende Konservatorin am Cabinet cantonal des estampes.

Katalog

Frédéric Cordier. 2010-2022

Vor dem Hintergrund dieses bemerkenswerten künstlerischen Werdegangs erscheint 2023 „Frédéric Cordier. 2010–2022“, die erste dem Künstler gewidmete Monografie, herausgegeben vom Verlag art&fiction in Lausanne. Unter der Herausgeberschaft von Laurence Schmidlin zeichnet dieses Werk zwölf Jahre grafischen Schaffens nach und ist selbst ein Objekt, das dem grafischen Werk des Künstlers in nichts nachsteht. Das zweisprachige Werk (Französisch/Englisch) vereint auf fast 200 Seiten Texte von Ji-Yoon Han, Sylvain Menétrey und Laurence Schmidlin und wird während der gesamten Dauer der Ausstellung „Frédéric Cordier. Mécanique du paysage“ im Buchladen des Musée Jenisch Vevey erhältlich sein.

 

 

Herausgegeben von Laurence Schmidlin

Verlag: art&fiction, Lausanne

Mit Beiträgen von Ji-Yoon Han, Laurence Schmidlin und Sylvain Menétrey

Gestaltet von Dual Room, Biel

Französisch/Englisch, gebunden, 196 Seiten

54 CHF

Vorzugsdrucke

Die Ausstellung „Frédéric Cordier. Mécanique du paysage“ bot dem Musée Jenisch Vevey die Gelegenheit, in Zusammenarbeit mit lebenden Künstlern die Produktion von Kunstdrucken wieder aufzunehmen.

 

Begleitend zu dieser Ausstellung schuf Frédéric Cordier drei Editionen, von denen jeweils zwanzig Exemplare vom Künstler selbst gedruckt wurden. Jeder Abzug ist von ihm persönlich signiert und nummeriert. Die Editionen werden im Museumsshop zum Verkauf angeboten.

 

Unter den Titeln „Magma“, „Burst“ und „Dual“ greifen sie die für das Werk des Künstlers typische grafische Sprache auf, allerdings in verkleinerter Form.

 

Dokument
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Drill baby!

Das Werk von Frédéric Cordier wird auch bei seinem Drucker und Verleger URDLA (Villeurbanne) im Rampenlicht stehen. Die Ausstellung zeigt großformatige Farbdrucke des Künstlers. Vor allem aber wird sie dazu beitragen, sein künstlerisches Schaffen in der Metropolregion Lyon und darüber hinaus bekannt zu machen und zu verbreiten.

 

Zu sehen vom 25. April bis 4. Juli 2026

 

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